Sarah Würgler: Diese Karriere kennt kaum jemand

In Basel steht ihr Name auf einem Theaterprogramm als Regisseurin. In den meisten deutschen Artikeln steht daneben immer noch „Regieassistentin“, ein Berufstitel aus dem Jahr 2008. Die Rede ist von Sarah Würgler, Ehefrau des Schauspielers Claus Theo Gärtner, der als Privatdetektiv Josef Matula bekannt wurde.

Gärtner spielte diese Rolle von 1981 bis 2013 in rund 300 Folgen der ZDF Serie „Ein Fall für zwei“. Über seine Frau ist deutlich weniger bekannt, dabei lässt sich ihr beruflicher Weg seit der Hochzeit gut nachvollziehen.



Die immer gleichen Eckdaten

Wer online nach ihr sucht, findet fast überall dieselben Angaben:

  • Geboren 1978 in der Schweiz
  • Beruf zum Zeitpunkt der Hochzeit: Regieassistentin
  • Seit 2003 mit Claus Theo Gärtner liiert
  • Seit dem 20. September 2008 mit ihm verheiratet
  • Wohnhaft mit ihm in Basel

Diese Angaben stimmen. Sie stammen aber fast alle aus der Zeit rund um die Hochzeit und wurden seither kaum ergänzt.

Wie sich Claus Theo Gärtner und seine Frau kennenlernten

Der erste Kontakt zwischen beiden reicht laut dem Portal Promipool bis in die Achtzigerjahre zurück, in die Anfangszeit von Gärtners Rolle als Matula. Die damals junge Würgler soll dem Schauspieler zu dieser Zeit Fanpost geschrieben haben. Sie selbst beschrieb diese Phase später als jugendliche Schwärmerei, nicht als den Beginn einer Beziehung.

Zu einem Paar wurden Gärtner und Würgler erst 2003. Im selben Jahr trennte sich Gärtner von seiner zweiten Ehefrau Brigitte, mit der er von 1991 bis 2003 verheiratet war und mit der er einen gemeinsamen Adoptivsohn hat. Die Seite TV Wunschliste sprach 2008 von rund zwölf gemeinsamen Ehejahren. Rechtskräftig geschieden wurde das Paar 2005.

Die Hochzeit in Winterthur

Am 20. September 2008 heirateten Gärtner und Würgler standesamtlich in Winterthur. Für ihn war es die dritte Ehe. Wie das Boulevardblatt „Blick“ berichtete, feierte die Braut ihren Polterabend am Vorabend in Basel, im Kreis enger Freundinnen. Ihr Bräutigam war zu diesem Zeitpunkt für Dreharbeiten zu „Ein Fall für zwei“ unterwegs.

Als Trauzeugin stand ihr eine langjährige Freundin zur Seite, Gärtners Trauzeuge war Schauspielkollege Volker Lechtenbrink.

Ein Jahr später sprach Gärtner im Magazin „Frau im Spiegel“ über das gemeinsame Eheleben und beschrieb seine Frau als abenteuerlustiger als sich selbst. Als Beispiele nannte er einen Bungee Sprung in Bali und mehrere Tauchgänge in Südindien während eines gemeinsamen Aufenthalts auf Bangaram Island.

Was sich seither geändert hat

Der Titel „Regieassistentin“ stammt aus Berichten von 2008 und 2009 und wird seither unverändert weitergereicht. Die „Stadtzeitung“ beschreibt Gärtners Frau inzwischen anders: als Regisseurin, Autorin und Moderatorin, tätig in Basel für Fernsehen und Theater. Gemeinsam mit ihrem Mann brachte sie demnach das Stück „Judas on Tour“ der niederländischen Autorin Lot Vekemans auf die Bühne.

Ihr IMDb Eintrag listet sie zusätzlich unter Auftritten bei „Glanz & Gloria“, der Schweizer Sendung von SRF über Persönlichkeiten aus Kultur und Unterhaltung.

Ein gemeinsames Buch

2016 erschien im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf die Autobiografie von Claus Theo Gärtner, „Matula, hau mich raus! Mein Leben vor und hinter den Kulissen“. Auf dem Cover stehen zwei Namen: Claus Theo Gärtner und Sarah Gärtner, ihr Nachname in der Ehe. Als Mitautorin ist sie damit namentlich für den Text mitverantwortlich, nicht nur an der Arbeit im Hintergrund beteiligt.

Das Buch beschreibt Gärtners Weg von seiner Kindheit im Berlin der Kriegsjahre über seine Schauspielausbildung in Hannover bis zur Rolle des Matula.

Leben in Basel heute

Nach dem Ende der Dreharbeiten zu „Ein Fall für zwei“ gab Gärtner 2013 seine Wohnung bei Wiesbaden auf und zog mit seiner Frau nach Basel, wo beide seither leben. Zwischen 2017 und 2019 kehrte er noch für drei Spielfilm Folgen in seine bekannteste Rolle zurück, danach zog er sich weitgehend vom Bildschirm zurück.

Im September 2024 sprach Gärtner mit der Zeitschrift „Freizeit Heute“ über sein Leben nach der Schauspielkarriere, unter anderem über seinen früheren Serienpartner Günter Strack. Auf den heutigen Beruf seiner Frau ging das Gespräch dabei nicht ein.

Was bleibt

Fotos von Roter Teppich Terminen gibt es von Sarah Würgler reichlich. Eine Beschreibung dessen, was sie beruflich tut, findet sich dagegen fast nur an zwei Stellen: in einem Theaterprogramm aus Basel und auf dem Cover eines Buches von 2016.


Quellen:

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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