Katrin von Bülow: Mehr als nur die Ehefrau des Schauspielers

Sie steht regelmäßig neben ihrem Mann auf dem roten Teppich, bei der Berlinale, beim Bambi, bei Filmpremieren in Berlin. In den Bildunterschriften der Fotoagenturen taucht dann meist nur ein Satz auf: Ehefrau des Schauspielers Johann von Bülow. Ihr eigener Beruf bleibt darin unerwähnt, dabei arbeitet sie seit über zwanzig Jahren als Bühnen und Kostümbildnerin an einigen der bekanntesten Theaterhäuser im deutschsprachigen Raum.



Herkunft und Name

Geboren wurde sie als Katrin Kersten. Ihr Vater, Hans Christian Kersten, saß früher im Vorstand von Agfa. Unter dem Namen Kersten ist sie bis heute in Theaterprogrammen und Produktionsverzeichnissen zu finden. Öffentlich bekannt wurde sie später unter dem Namen ihres Mannes, den sie seit ihrer Hochzeit im Jahr 2005 trägt.

Wer nach ihrem Bühnenbild sucht, findet den Namen Kersten. Wer nach der Ehefrau des Schauspielers sucht, findet von Bülow. Beide Spuren gehören zur selben Person, sie kommen in der Berichterstattung aber selten zusammen.

Der Weg ins Theater

Vor ihrer Zeit als Bühnenbildnerin studierte sie Architektur. Bereits während des Studiums sammelte sie erste Erfahrungen in der freien Theater und Tanzszene in Köln und Bonn. Danach folgten Assistenzen bei Wilfried Minks, Karl Ernst Herrmann und Erich Wonder, drei Namen mit erheblichem Gewicht im deutschen Bühnenbild. Die Biografie beim Ernst Deutsch Theater Hamburg bestätigt diesen Werdegang.

Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie freiberuflich als Bühnen und Kostümbildnerin, unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Berliner Ensemble, am Schauspielhaus Bochum, am Staatstheater Mainz, am Staatstheater Augsburg, am Theater Konstanz, am Theater Ulm, am Tiroler Landestheater Innsbruck und am Stadttheater Klagenfurt. Mit Regisseurin Mona Kraushaar verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit, darunter die Inszenierungen „Don Carlos“ (2022, Ernst Deutsch Theater), „Anna Karenina“ (2021, Theater Konstanz) und „Der Kirschgarten“ (2022, Theater Fürth).

Ihre Aufgabe dabei ist es, Räume zu bauen, in denen die Aufmerksamkeit des Publikums bei den Darstellern bleibt, nicht bei der Bühnenbildnerin. Bei den Auftritten mit ihrem Mann ist es umgekehrt. Dort steht sie sichtbar neben ihm, während über ihre eigene Arbeit selten gesprochen wird.

Neuere Theaterarbeiten

Die zuletzt öffentlich dokumentierte Produktion stammt aus dem Oktober 2023. Laut dem Premierenarchiv der Deutschen Shakespeare Gesellschaft gestaltete sie Bühne und Kostüme für „Was ihr wollt“ am Volkstheater Rostock, unter der Regie von Wojtek Klemm. Mit Klemm hatte sie bereits 2018 an „Die Orestie“ am Staatstheater Augsburg gearbeitet.

Seit 2005 arbeitet sie zusätzlich für Filmproduktionen. Ihr Szenenbild für den Film „Lea“ unter der Regie von Steffi Niderzoll führte 2008 zu einer Einladung zur Berlinale.

Engagement abseits der Bühne

Neben ihrer Arbeit im Theater setzt sie sich seit vielen Jahren für World Vision Deutschland ein. Auf einer eigenen Spendenseite der Organisation beschreibt sie sich als langjährige Unterstützerin, die sich seit über zwanzig Jahren für das Kinderhilfswerk engagiert. Laut dieser Spendenseite fließen die gesammelten Beiträge unter anderem in Hilfsprogramme für Geflüchtete aus Syrien, Jordanien und dem Libanon.

Ehe und Familie

Mit dem Schauspieler ist sie seit 2005 verheiratet. Er stammt aus dem mecklenburgischen Adelsgeschlecht von Bülow und ist ein entfernter Verwandter von Loriot, wie aus seiner Wikipedia Biografie hervorgeht.

Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, geboren 2003. In die Ehe brachte sie zwei weitere Söhne aus einer früheren Beziehung mit. Johann von Bülow sagte dazu 2019 gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Meine Frau hat zwei Söhne aus erster Ehe.“ Die Familie lebt gemeinsam in Berlin, wie auch ok-magazin.de berichtet.

Ein Geburtsdatum ist nirgends öffentlich verzeichnet, ebenso wenig die Namen der Söhne. Auch Medien, die sich sonst ausführlich mit dem Privatleben von Prominenten befassen, haben dazu bislang nichts veröffentlicht.

Gemeinsame Auftritte 2025 und 2026

Am 13. November 2025 waren beide bei der Verleihung des Bambi in den Bavaria Studios in München zu sehen, einem der bekanntesten deutschen Medienpreise. Eine Woche später, am 20. November 2025, besuchten sie gemeinsam die Eröffnung der 25. Französischen Filmwoche im Delphi Filmpalast in Berlin, einem der traditionsreichen Kinos der Stadt. Johann von Bülow selbst stand zuletzt im Januar 2026 bei der Premiere von „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ im Zoo Palast Berlin vor Publikum.

Steckbrief

KategorieInformation
GeburtsnameKatrin Kersten
BerufBühnen und Kostümbildnerin
Aktiv seit2000 im Theater, seit 2005 auch im Film
EhemannJohann von Bülow, Schauspieler
Verheiratet seit2005
KinderEin gemeinsamer Sohn (geb. 2003), zwei Söhne aus früherer Beziehung
VaterHans Christian Kersten, ehemaliges Agfa Vorstandsmitglied
WohnortBerlin
AusbildungArchitekturstudium, Assistenzen bei Wilfried Minks, Karl Ernst Herrmann, Erich Wonder
EhrenamtLangjährige Unterstützerin von World Vision Deutschland

Häufig gestellte Fragen

Ist sie selbst Schauspielerin?

Nein. Ihr Beruf ist Bühnen und Kostümbildnerin. In keiner bekannten Theaterbiografie oder öffentlichen Quelle findet sich ein Hinweis auf eine schauspielerische Tätigkeit.

Seit wann ist sie mit Johann von Bülow verheiratet?

Seit 2005. Das bestätigt unter anderem die deutsche Wikipedia zu Johann von Bülow.

Wie viele Kinder hat das Paar?

Einen gemeinsamen Sohn, geboren 2003. Dazu kommen zwei Söhne, die sie aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe brachte.

Woran hat sie zuletzt gearbeitet?

An der Inszenierung „Was ihr wollt“ am Volkstheater Rostock im Oktober 2023, dokumentiert im Premierenarchiv der Deutschen Shakespeare Gesellschaft.

Engagiert sie sich auch abseits des Theaters?

Ja. Sie unterstützt seit vielen Jahren World Vision Deutschland, unter anderem mit Spendenaktionen für Geflüchtete aus Syrien, Jordanien und dem Libanon.

Wo lässt sich mehr über ihre Theaterarbeit nachlesen?

Ihre berufliche Vita ist unter anderem auf der Website des Ernst Deutsch Theaters Hamburg verzeichnet.

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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