Wer ist Michael Wilding Junior? Elizabeth Taylors Sohn heute

Michael Wilding Junior, der älteste Sohn von Elizabeth Taylor, arbeitet seit 1991 als Bildhauer in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico. Der 73-Jährige stand in den Achtzigerjahren als Schauspieler vor der Kamera, unter anderem in der Serie „Springfield Story“ und in „Dallas“. Eine Ausstellung seiner Skulpturen aus Marmor, Speckstein und Alabaster lief bis zum 9. November 2025 im Hotel Bel-Air in Los Angeles. In der Künstlerbiografie der Wilding Cran Gallery, die ihn dort zeigte, steht über seine Mutter nichts.



Michael Wilding Jr. auf einen Blick

NameMichael Howard Wilding Jr.
Geboren6. Januar 1953, nach den meisten Quellen in Santa Monica, Kalifornien
Alter73 Jahre
ElternElizabeth Taylor und Michael Wilding Sr.
BerufBildhauer, abstrakte Arbeiten in Stein und Bronze
WohnortSanta Fe, New Mexico, seit 1991
FrüherSchauspieler und Musiker
EhefrauBrooke Palance, verheiratet seit dem 28. August 1982
KinderLaela, Naomi und Tarquin
GalerienG2 Gallery (Santa Fe), Wilding Cran Gallery (Los Angeles)

Jugend in Europa als Sohn zweier Schauspieler

Michael Howard Wilding kam am 6. Januar 1953 als erstes von vier Kindern Elizabeth Taylors zur Welt. Sein Vater, der britische Schauspieler Michael Wilding Senior, war von 1952 bis 1957 mit ihr verheiratet. Die Hochzeit fand am 21. Februar 1952 in London statt, wie die offizielle Website der Schauspielerin festhält.

Der Junge wuchs zu einem großen Teil in Europa auf. Die Tambaran Gallery schreibt, er sei in ganz Europa ausgebildet worden. Sein Bruder Christopher wurde am 27. Februar 1955 geboren. Später kamen die Halbschwester Liza Todd, Tochter des Produzenten Mike Todd, und die Adoptivschwester Maria Burton dazu.

Beim Geburtsort gehen die Angaben auseinander. IMDb, People und Hello! nennen Santa Monica, die deutschsprachige Wikipedia und Wikidata führen London auf. Zu Santa Monica passt, dass sein Vater im Mai 1952 einen langfristigen Vertrag bei MGM unterschrieben hatte.

Schauspieler in den Achtzigerjahren

Seine erste nennenswerte Rolle spielte Wilding Jr. 1984 im Musikfilm „Blame It on the Night“. Ein Jahr später übernahm er die Hauptrolle des Jackson Freemont in der US-Soap „Guiding Light“, die im deutschen Sprachraum „Springfield Story“ heißt, und blieb ihr bis 1987 treu. Die englischsprachige Wikipedia führt ihn in der Besetzungsliste der Serie mit genau diesen Jahren. Dazu kamen ein Auftritt in „Dallas“ in der Folge „Cally On A Hot Tin Roof“ und der Film „Deadly Illusion“ von 1987.

Die deutschsprachige Wikipedia hält fest, dass er mit der Schauspielerei nicht an den Erfolg seiner Eltern herankam. Das offizielle Profil von Elizabeth Taylor auf X beschrieb die Zeit zu seinem 69. Geburtstag im Januar 2022 als kurzen Ausflug: Er sei seiner Mutter eine Weile als Schauspieler gefolgt und habe sich danach ganz der Bildhauerei gewidmet.

Bildhauer in Santa Fe seit 1991

Bevor er 1991 nach Santa Fe zog, arbeitete Wilding als Schauspieler und Musiker, so die Wilding Cran Gallery. In New Mexico begann er, Stein zu bearbeiten, überwiegend in abstrakten Formen. Am Stein reizte ihn, dass eine Form durch Abtragen entsteht. Die Galeriebiografie fasst das als Gedanken zusammen, etwas aufzubauen, indem man entfernt, was überflüssig sein könnte.

In New Mexico fiel ihm auf, wie die Landschaft der Hochwüste seine Arbeit prägt. Ihn bewegten die Formen, die Erde, Wind und Wasser in der Umgebung entstehen lassen, sagt er in der Biografie. Aus dieser Zusammenarbeit der Naturkräfte gehe manchmal große Eleganz hervor, und er wolle Fließen und Bewegung in seinen Arbeiten spürbar machen. Das Bildhauen nennt er eine Zusammenarbeit, eine Art Improvisation und ein Gespräch mit dem Stein.

Seine Arbeiten hingen in der Tambaran Gallery in New York und in Santa Fe bei Ernesto Mayans, Glenn Green und GF Contemporary sowie auf der Santa Fe Armory Show. Vertreten wird er von der G2 Gallery in Santa Fe und der Wilding Cran Gallery in Los Angeles.

„Curvature“ im Hotel Bel-Air

Die Schau „Curvature“ lief vom 24. Juni bis zum 9. November 2025 auf dem Gelände des Hotels Bel-Air in Los Angeles, einem Haus der Dorchester Collection. Die Wilding Cran Gallery zeigte sie gemeinsam mit Ackerman Studios und CURA Art. Zu sehen waren Skulpturen aus Marmor, Kalkstein, Speckstein und Alabaster, dazu zwei Bronzen. Mit der Gegenüberstellung von Stein und Bronze wollte der Künstler nach der Ankündigung zeigen, wie stark das Material die Wirkung einer Form bestimmt.

WerkJahrMaterialQuelle
Bang2015Griechischer MarmorTambaran Gallery
Offering #42016BronzeTambaran Gallery
Curvature2022SpecksteinWilding Cran Gallery
High Albedo2023Sivec-MarmorWilding Cran Gallery
The Offering2023BronzeWilding Cran Gallery
Just Thusness2023BronzeWilding Cran Gallery

Was im Netz kursiert und was sich belegen lässt

Über Wilding Jr. verbreiten Seiten ohne Quellenangaben widersprüchliche Daten. Genannt werden Geburtstage zwischen Januar und Juli, Geburtsjahre von 1946 bis 1964 und eine Golden-Globe-Nominierung. In den geprüften Quellen taucht keine dieser Angaben auf.

AngabeStandGrundlage
6. Januar 1953 als GeburtsdatumBelegtIMDb, People, Hello!, Wikipedia
Santa Monica als GeburtsortÜberwiegend belegtIMDb, People; Wikipedia nennt London
Rolle des Jackson Freemont 1985 bis 1987BelegtDeutsch- und englischsprachige Wikipedia
Bildhauer in Santa Fe seit 1991BelegtGaleriebiografien
Golden-Globe-NominierungNicht belegtNur auf Seiten ohne Quellenangaben gefunden
Geburtsjahre 1946 und 1964WiderlegtWidersprechen allen geprüften Quellen
Erbteil und VermögenNicht öffentlichNachlass lief über ein Treuhandvermögen

Ehen, Kinder und Geschwister

  • Ehen: 1970 heiratete er Beth Clutter, die Tochter Laela stammt aus dieser Ehe (People). Am 28. August 1982 folgte die Heirat mit der Schauspielerin Brooke Palance, Tochter von Jack Palance und Virginia Baker (IMDb).
  • Stiftung: Alle drei Kinder sind in der Elizabeth Taylor AIDS Foundation aktiv, die Taylor 1991 gegründet hatte.
PersonVerhältnisAngaben
Christopher WildingBrudergeboren am 27. Februar 1955
Liza ToddHalbschwestergeboren 1957, Vater war Mike Todd
Maria BurtonAdoptivschwesterin Deutschland geboren, mit drei Jahren adoptiert (Today.com)
Laela und NaomiTöchtergeboren in den Siebzigerjahren
TarquinSohnJahrgang 1989, ebenfalls Schauspieler

Der Tod von Elizabeth Taylor

Schon bei Taylors Hochzeit mit Larry Fortensky am 6. Oktober 1991 auf Michael Jacksons Neverland Ranch begleiteten Jackson und ihr ältester Sohn die Braut.

Elizabeth Taylor starb am 23. März 2011 im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles an Herzinsuffizienz. Wie ihre Sprecherin Sally Morrison mitteilte, waren ihre vier Kinder bei ihr. In der Erklärung der Familie nannte Michael Wilding seine Mutter eine außergewöhnliche Frau, die das Leben mit Leidenschaft, Humor und Liebe gelebt habe (CBS News).

Einen Tag später fand die Beisetzung im privaten Kreis auf einem Friedhof in Glendale statt. Taylor hatte gewünscht, dass die Trauerfeier verspätet beginnt. Ihre Sprecherin sollte dazu sagen, sie habe sogar zu ihrer eigenen Beerdigung zu spät kommen wollen. Die Feier startete 15 Minuten nach dem angekündigten Termin.

Bei einer privaten Gedenkfeier in einem Theater auf dem Gelände von Warner Bros. in Burbank sprach Michael Wilding später vor rund 400 Gästen, darunter Colin Farrell, Michael Caine und Elton John. Berichten zufolge sagte er, es sei ihm besonders wichtig gewesen, dass so viele Freunde gekommen seien.

Wie der Nachlass verteilt wurde, ist nicht öffentlich. Taylor hatte nach US-Berichten ein Treuhandvermögen statt eines Testaments eingerichtet, ein öffentliches Nachlassverfahren entfiel. Angaben dazu, was ihr ältester Sohn erhielt, gibt es nicht.

Wilding Jr. in der Öffentlichkeit

Bei den Galerien erscheint er schlicht als Michael Wilding, Jahrgang 1953. In den Biografien der Wilding Cran Gallery, von Ackerman Studios und von Ocula kommt Elizabeth Taylor nicht vor. Eigene Worte von ihm finden sich vor allem in der Künstlerbiografie und in der Erklärung zum Tod seiner Mutter. Ein ausführliches Interview ließ sich bei der Recherche nicht finden.


Quellen

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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