Am 8. Mai 2016 saß Andreas Pfaff in der Hamburger Handelskammer und diskutierte mit zwei der ranghöchsten Banker der Stadt über die Zukunft des Euro. Das Gespräch erschien im Fachmagazin Handelsimmobilien Heute. Sechzehn Monate später stand sein Name in jedem deutschen Boulevardblatt, als Ex-Mann von Judith Rakers. Von der Handelskammer, von seiner Karriere, von seiner Stellung als einer der bedeutendsten Immobilienfinanzierer Norddeutschlands: kein Wort.
So wird Andreas Pfaff in der deutschen Presse geführt: als Ex-Mann einer bekannten Moderatorin, mehr nicht. Was dabei ausgeblendet wird, ist erheblich.
| Geburtsjahrgang | 1972 |
| Wohnort | Hamburg |
| Beruf | Immobilienökonom |
| Aktuelle Position | Head of Hamburg, Berlin Hyp |
| Eigenes Unternehmen | Magis Real Estate GmbH (Geschäftsführer) |
| Ehemalige Ehefrau | Judith Rakers |
| Ehedauer | 2009 bis 2017 |
| Kinder | Keine |
Inhaltsverzeichnis
Wer ist Andreas Pfaff?
Andreas Pfaff, Jahrgang 1972, ist ausgebildeter Immobilienökonom und seit über fünfzehn Jahren Leiter der Hamburger Geschäftsstelle der Berlin Hyp, einem der gewichtigsten Institute in der gewerblichen Immobilienfinanzierung Deutschlands. Daneben führt er die Magis Real Estate GmbH als Geschäftsführer, ein Unternehmen, das er 2009 in Hamburg gründete. In der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde sein Name durch die Ehe mit der ARD-Tagesschau-Moderatorin Judith Rakers, die von 2009 bis 2017 dauerte. Über sein Privatleben äußert sich Pfaff nicht öffentlich.
Karriere: Von der Aareal Bank bis zur Berlin Hyp
Pfaffs beruflicher Weg führte ihn durch einige der bekanntesten Adressen der deutschen Immobilien- und Bankenwelt. Bevor er im Januar 2010 die Hamburger Geschäftsstelle der Berlin Hyp übernahm, hatte er drei bedeutende Stationen hinter sich:
- Allgemeine HypothekenBank Rheinboden AG (AHBR), eine der damals großen deutschen Hypothekenbanken
- Barclays Capital, strukturierte Immobilienfinanzierung
- Aareal Bank AG, Hamburg, ab Mitte 2006 als Director Real Estate Structured Finance Germany North
Die Aareal Bank gehört zu den führenden internationalen Immobilienspezialbanken mit Sitz in Wiesbaden. Bei ihr verantwortete Pfaff die strukturierte Immobilienfinanzierung für den gesamten norddeutschen Raum.
Im Unternehmensstatement zur Berufung an die Berlin Hyp hieß es, Pfaff verfüge über „umfassendes Know-how im strategischen Immobiliengeschäft und hervorragende Kenntnisse des Marktes.“ Als Geschäftsstellenleiter Hamburg trägt er seitdem die Verantwortung für die gesamten Vertriebsaktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Norddeutschland.
Zum 1. August 2025 schloss die LBBW (Landesbank Baden-Württemberg) die vollständige rechtliche Integration der Berlin Hyp ab. Das kombinierte gewerbliche Immobilienportfolio beläuft sich auf rund 63 Milliarden Euro und gehört damit zu den größten in Europa. Auf der offiziellen Website der Berlin Hyp ist Pfaff weiterhin als Head of Hamburg aufgeführt, mit direkter Durchwahl.
Parallel zur Banklaufbahn gründete er 2009 die Magis Real Estate GmbH in Hamburg, deren Geschäftsführer er seither ist.
Im Mai 2016 nahm Pfaff an einem Expertengespräch in der Handelskammer Hamburg teil, gemeinsam mit Hans Henrik Dige vom DG HYP Immobilienzentrum Hamburg und dem Bankier Christian Graf von Bassewitz, ehemals aus der Oetker-Gruppe. Das Fachmagazin Handelsimmobilien Heute veröffentlichte das Gespräch. Pfaff sagte damals: „Für einen stabilen Return ist die Immobilie augenblicklich ganz klar das Asset schlechthin.“ Im Mai 2022 kommentierte er im Immobilien Manager den Hamburger Büromarkt. Das sind die einzigen bekannten öffentlichen Fachaussagen, die von ihm dokumentiert sind.
Andreas Pfaff und Judith Rakers: Die Ehe
Judith Rakers war von 2005 bis Januar 2024 Hauptmoderatorin der ARD-Tagesschau und 19 Jahre lang eines der bekanntesten Gesichter im deutschen Fernsehen.
Pfaff und Rakers heirateten im Juni 2009 standesamtlich in Hamburg. Eine Woche später folgte die kirchliche Trauung auf Mallorca, im Hotel Son Brull, einem 5-Sterne-Boutique-Hotel in einem ehemaligen Jesuitenkloster aus dem 18. Jahrhundert im Norden der Insel. Rund 90 Gäste waren dabei.
Den Heiratsantrag hatte Pfaff auf Mallorca gestellt, während eines Helikopterflugs über die Insel. Rakers erzählte später: „Wir flogen in Richtung Sonnenuntergang, als er mich gefragt hat.“ Sie brauchte nach eigener Aussage einen Moment, bevor sie Ja sagte.
Das gemeinsame Leben spielte sich in Hamburg-Harvestehude ab, einem der gefragtesten Wohnviertel der Hansestadt. Rügen gehörte zu den Orten, die beide regelmäßig aufsuchten. Eine Leidenschaft teilten sie besonders: das Reiten. Rakers pflegt dieses Hobby bis heute auf ihrem Bauernhof am Hamburger Stadtrand. Kinder bekamen sie nicht.
Judith Rakers und Andreas Pfaff: Die Trennung 2017
Im Oktober 2017 berichtete der Stern als erstes Magazin über das Ehe-Aus. Rakers‘ Medienanwalt Christian Schertz bestätigte die Trennung mit den Worten: „Ja, es stimmt, meine Mandantin und ihr Mann haben sich getrennt. Wir bitten die Medien, die Privatsphäre zu respektieren und von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen.“
Die Erklärung kam im Namen beider. Kein Trennungsgrund, kein genaues Datum, keine öffentlichen Vorwürfe. Die Trennung sei einvernehmlich und bereits „vor einiger Zeit“ vollzogen, so Schertz.
Den letzten gemeinsamen öffentlichen Auftritt hatten Pfaff und Rakers beim Henri Nannen Preis in Hamburg im April 2017, rund sechs Monate vor der Bekanntmachung. Im Jahr 2016 hatte Rakers öffentlich gesagt, beide verbringen zu wenig Zeit miteinander, und bei einem Abendessen die Tischkärtchen getauscht, um neben ihrem Mann sitzen zu können: „Ich will zumindest an solchen Abenden mit ihm Zeit verbringen.“ Einen offiziell bestätigten Trennungsgrund gibt es bis heute nicht.
Seit Oktober 2017 hat Andreas Pfaff nicht ein öffentliches Wort über die Scheidung, die Ehe oder Judith Rakers verloren. Kein Statement, kein Interview. In sozialen Netzwerken ist er nicht vertreten. Wer nach ihm sucht, findet ihn auf der Website der Berlin Hyp, mit direkter Telefonnummer und ohne persönliche Angaben.
Jahre lang hat er Galas, rote Teppiche und Preisverleihungen begleitet, weil seine Frau dort hingehörte. Seit 2017 tut er das nicht mehr. Was Pfaff über diese Jahre denkt, hat er nie erklärt. Und es spricht vieles dafür, dass das auch so bleiben wird.

