Joakim Eliasson führte Regie bei Die Åre-Morde

Joakim Eliasson ist der schwedische Regisseur, der gemeinsam mit Alain Darborg bei der Netflix Serie „Die Åre-Morde“ Regie geführt hat. Bekannt wurde er vor allem durch seine langjährige Arbeit für die Stockholmer Produktionsfirma Bigster, wo er an zwei schwedischen Serien beteiligt war: „Gåsmamman“ und „Heder“, international unter dem Titel „Honour“ vertrieben. Trotz dieser Bilanz gibt es zu ihm bis heute keine ausführliche Biografie, weder bei IMDb noch in anderen großen Filmdatenbanken.

In einer Pressemitteilung der NENT Group aus dem Sommer 2021 zur dritten Staffel von „Heder“ wird Hauptdarstellerin und Produzentin Alexandra Rapaport mit einem persönlichen Zitat genannt. Eliasson taucht dort nur in einem Satz auf, direkt neben dem Hinweis auf seine frühere Arbeit an „Gåsmamman“. Gedreht wurde die Staffel ab Herbst 2021, veröffentlicht wurde sie 2022.



Die Karriere von Joakim Eliasson bei Bigster

Geboren wurde Joakim Mattias Eliasson 1969 in Ytterby, einem Ort in Bohuslän an der schwedischen Westküste. Seine Ausbildung absolvierte er 1991 und 1992 an der Kulturama in Stockholm. Laut der schwedischen Filmdatenbank Svensk Filmdatabas führte er 2005 erstmals bei einem Kurzfilm Regie, bevor seine eigentliche Fernsehkarriere begann.

Seitdem arbeitet er fast ausschließlich für Bigster, mitgegründet von Rapaport und Produzentin Birgitta Wännström. Vertreten wird er von der Agentur Agentfirman, deren offizielle Übersicht seinen beruflichen Werdegang seit 2016 dokumentiert.

Zwei Serien, ein wiederkehrendes Muster in den Credits

Ein Blick auf seine einzelnen Stationen zeigt, dass sich sein Jobtitel innerhalb derselben Produktionsfirma immer wieder ändert:

  • 2016 und 2017: Second Unit Director bei Staffel zwei und drei von „Gåsmamman“
  • 2019: Regie bei den Folgen sechs bis acht der vierten Staffel
  • 2021: Konzeptionelle Regie sowie eigene Regiefolgen in Staffel fünf
  • 2022: Konzeptionelle Regie bei Staffel sechs von „Gåsmamman“ und bei Staffel drei von „Heder“
  • 2024: Regie bei den Folgen eins bis fünf der siebten Staffel

„Heder“ ist dabei keine Umbenennung von „Gåsmamman“, wie man beim schnellen Lesen der Credits annehmen könnte, sondern eine eigenständige Serie über eine Stockholmer Anwaltskanzlei. Geschaffen wurde sie von Rapaport, Julia Dufvenius und Anja Lundqvist gemeinsam mit Sofia Helin. Bei beiden Serien trägt Eliasson denselben Titel: „Conceptual Director“, auf Deutsch etwa konzeptioneller Regisseur.

Was ein „Conceptual Director“ wirklich macht

In der schwedischen Fernsehbranche ist der Titel keine reine Formsache. Er beschreibt eine Person, die den visuellen und erzählerischen Grundton einer Staffel festlegt, bevor die eigentlichen Dreharbeiten beginnen. Einzelne Folgen setzen anschließend oft andere Regisseurinnen und Regisseure um, orientiert an diesem Grundton.

Bei „Gåsmamman“ und bei „Heder“ übernahm Eliasson genau diese Funktion, obwohl es sich um zwei völlig unterschiedliche Formate handelt: ein Krimidrama und einen Anwaltsthriller. Sein Beitrag lag damit weniger in einzelnen Regieeinfällen als im Aufbau eines Systems, das eine ganze Staffel optisch zusammenhält.

„Die Åre-Morde“: Eliassons internationaler Durchbruch

International bekannt wurde Eliasson mit „Die Åre-Morde“ (Originaltitel: „Åremorden“), das am 6. Februar 2025 weltweit bei Netflix startete. Die fünfteilige Serie basiert auf den Romanen „Kalt und still“ und „Tief im Schatten“ der schwedischen Autorin Viveca Sten und wurde vor Ort im Wintersportort Åre in Jämtland gedreht, wie die englischsprachige Wikipedia Seite zur Serie dokumentiert.

Konkret kam die Serie im ersten Halbjahr 2025 laut Netflix Engagement Report auf rund 32,6 Millionen Aufrufe, stand in 84 Ländern in den wöchentlichen Charts und blieb 62 Tage lang in den schwedischen Top Ten.

In Deutschland fiel das Urteil der Kritik gemischter aus. Auf Film Rezensionen.de vergab Kritiker Oliver Armknecht fünf von zehn Punkten und bezeichnete die Serie trotz stimmungsvoller Landschaftsaufnahmen als Fabrikware, austauschbar im Vergleich zu anderen skandinavischen Krimiserien. Auch Serienjunkies bewertete die Handlung zurückhaltend, lobte aber die Hauptfiguren. International fällt das Bild etwas freundlicher aus: Bei Rotten Tomatoes liegt die erste Staffel bei 71 Prozent Zustimmung der Kritik.

Staffel 2: Wie es für Joakim Eliasson weitergeht

Im Februar 2026 begannen die Dreharbeiten zur zweiten Staffel, mitten im schwedischen Winter bei Temperaturen um minus 31 Grad. Carla Sehn und Kardo Razzazi kehren in ihren Rollen als Ermittlerin Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog zurück. Ein offizielles Startdatum gibt es Stand August 2026 noch nicht, Branchenmedien wie whats on Netflix rechnen mit einer Veröffentlichung im späten Jahr 2026 oder Anfang 2027.

Was über ihn bekannt ist und was nicht

Zu seinem Privatleben gibt es keine verlässlichen Angaben. Vereinzelte Behauptungen dazu, die online kursieren, lassen sich in keiner seriösen Quelle bestätigen und sollten nicht als gesichert gelten.

Fest steht dagegen, woran er inhaltlich arbeitet: Die zweite Staffel von „Die Åre-Morde“ dürfte sich am dritten Band der Buchreihe orientieren, „Blutbusse“, der 2024 auf Schwedisch erschienen ist und bislang nicht verfilmt wurde.

Daniela Seiler
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Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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