Brigitte Beckenbauer: Erste Frau des Kaisers, alle Fakten

Brigitte Beckenbauer war die erste Ehefrau von Franz Beckenbauer, verheiratet mit ihm von 1966 bis 1990. Die Hochzeit fand statt, bevor er auch nur einen großen Titel als Nationalspieler gewonnen hatte. Erst Jahre später kamen die Weltmeisterschaft 1974 und der Ruhm als Kaiser des deutschen Fußballs.

Fünf Jahre nach ihrem Tod im April 2021 wird ihr Name meist nur am Rand erwähnt, wenn es um die Familie von Franz Beckenbauer geht. Dabei war sie über Jahre die Person, die im Hintergrund die Grundlage für sein späteres Leben legte.



Steckbrief: Brigitte Beckenbauer

AngabeInformation
GeburtsnameBrigitte Wittmann
Geboren13. September 1944 in Ingolstadt
Gestorben16. April 2021 in München
BerufStenotypistin, Telefonistin, Sekretärin
EhemannFranz Beckenbauer (verheiratet 1966 bis 1990)
SöhneMichael Beckenbauer, Stephan Beckenbauer
AdoptivsohnThomas Beckenbauer
GrabstätteFriedhof am Perlacher Forst, München

Wer war Brigitte Beckenbauer?

Bevor sie Brigitte Beckenbauer wurde, arbeitete sie unter ihrem Geburtsnamen Wittmann als Stenotypistin und Sekretärin an der Sportschule Grünwald. Dort hielt der Deutsche Fußball-Bund seine Lehrgänge ab, und dort lernte sie Franz Beckenbauer kennen, der damals bei Bayern München gerade zum Stammspieler wurde.

Sie war zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet. Für Franz ließ sie sich scheiden, ein Schritt, der für eine Frau ihrer Generation nicht ohne Risiko war. Knapp ein Jahr, nachdem sich die beiden kennengelernt hatten, standen sie vor dem Standesamt.

Die Hochzeit 1966: Wie Franz Beckenbauer seine erste Frau heiratete

Die Trauung fand in Steinebach am Wörthsee im Fünf-Seen-Land statt, südwestlich von München. Bürgermeister Albert Porzel nahm die Zeremonie an einem Sonntagabend um 21.15 Uhr vor. Das Brautpaar reiste in getrennten Autos an, Brigitte in Beckenbauers Mercedes 230 SL und Franz in einem geliehenen VW.

Die Hochzeit blieb bis zum Tag selbst geheim, um Presserummel zu vermeiden. Kurz zuvor hatte Beckenbauer im Stadtteil Solln sein erstes eigenes Haus gekauft, eine Doppelhaushälfte für 180.000 Mark in der Hofbrunnstraße. Dort zog das junge Paar ein.

Zwei Söhne und ein adoptiertes Kind

Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, Michael und Stephan. Michael war zum Zeitpunkt von Brigittes Tod im Jahr 2021 laut Medienberichten 54 Jahre alt. Stephan starb bereits 2015 im Alter von 46 Jahren an einer Krebserkrankung.

Daneben übernahm Brigitte eine Rolle, die in kaum einem Artikel über die Familie erwähnt wird. Sie adoptierte Thomas, Franz Beckenbauers erstgeborenen Sohn aus einer früheren Beziehung mit seiner Jugendliebe Ingrid Grönke. Thomas kam 1963 zur Welt, drei Jahre vor der Hochzeit mit Brigitte, und wuchs bei ihr wie ein leibliches Kind auf.

Während Franz in diesen Jahren mit Bayern München und der Nationalmannschaft von einem Erfolg zum nächsten zog, kümmerte sich Brigitte um Haus und Kinder. Die klassische Rollenverteilung ihrer Zeit ließ ihr wenig anderen Spielraum, obwohl sie damit die häusliche Basis schuf, auf der ein junger Familienvater seine Karriere aufbauen konnte.

Warum die Ehe scheiterte

Getrennt haben sich Brigitte und Franz Beckenbauer bereits 1977, die offizielle Scheidung zog sich bis 1990 hin. In der Zwischenzeit war Beckenbauer bereits mit der Fotografin Diana Sandmann liiert, die er auf der Hochzeit seines damaligen Managers Robert Schwan kennengelernt hatte.

Brigitte hat sich in all den Jahren danach nie öffentlich über ihren Ex-Mann beklagt. Dasselbe Muster zeigte sich später bei Beckenbauers zweiter Ehefrau Sybille und bei seiner langjährigen Partnerin Diana Sandmann. Alle drei sprachen im Rückblick mit Wärme über ihn, obwohl jede Beziehung mit einer Trennung endete.

Ihr Leben nach der Scheidung

Nach der Scheidung trug Brigitte den Nachnamen Schiller, was auf eine erneute Heirat hindeutet. Über diesen Lebensabschnitt ist öffentlich kaum etwas dokumentiert, und sie blieb, anders als Franz, zeitlebens außerhalb des medialen Rampenlichts.

Für den Zeitraum nach 1990 lassen sich kaum gesicherte Informationen finden. Berichte mit detaillierten Angaben zu Enkelkindern, Wohnort oder angeblichen Fernsehauftritten stammen ausschließlich von Webseiten ohne erkennbare Quellenprüfung.

Der Tod von Franz Beckenbauers erster Frau

Brigitte Beckenbauer starb am 16. April 2021 in München. Laut Berichten von RTL und der Abendzeitung München erlag sie vermutlich den Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs. Die Öffentlichkeit erfuhr erst acht Tage später von ihrem Tod.

Die Beisetzung fand im kleinen Kreis auf dem Friedhof am Perlacher Forst statt, auf demselben Friedhof, auf dem bereits ihr 2015 verstorbener Sohn Stephan begraben lag. Franz Beckenbauer nahm trotz der Scheidung und zweier weiterer Ehen persönlich Abschied von ihr, gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Heidi.

Die Frau, die vor dem Ruhm kam

Von seinen fünf Kindern kamen drei zur Welt, bevor er 1974 mit der Nationalmannschaft Weltmeister wurde: Thomas, Michael und Stephan. Alle drei sind mit Brigitte verbunden, entweder als leibliche Mutter oder als Adoptivmutter.

Die beiden jüngsten Kinder, Joel und Francesca, wurden geboren, als Beckenbauer längst eine Legende war und mit Heidi Burmester zusammenlebte. Heidi ist heute die Ehefrau, an die man sich erinnert, wenn von Beckenbauers Familie die Rede ist. Sie stand bei seinem letzten öffentlichen Auftritt an seiner Seite und war Teil der Franz-Beckenbauer-Stiftung.

Brigitte hat die häusliche Grundlage geschaffen, in den Jahren, in denen aus einem jungen Nationalspieler ein Familienvater wurde. Diese Jahre bekommen in der öffentlichen Erinnerung an Franz Beckenbauer bis heute wenig Raum, während seine spätere Ehefrau Heidi zur bekannten Figur an seiner Seite wurde.

Zeitleiste in Kürze

  • 1944: Geburt als Brigitte Wittmann in Ingolstadt
  • 1966: Hochzeit mit Franz Beckenbauer in Steinebach am Wörthsee
  • 1977: Trennung des Paares
  • 1990: Offizielle Scheidung
  • 2015: Tod des Sohnes Stephan
  • 2021: Tod von Brigitte Beckenbauer in München

Häufige Fragen zu Brigitte Beckenbauer

Wie lange waren Brigitte und Franz Beckenbauer verheiratet?

Von 1966 bis zur offiziellen Scheidung 1990. Getrennt lebten sie bereits ab 1977.

Wie viele Kinder hatte Brigitte Beckenbauer?

Zwei leibliche Söhne, Michael und Stephan, sowie den Adoptivsohn Thomas aus einer früheren Beziehung ihres Mannes.

Woran ist Brigitte Beckenbauer gestorben?

Sie starb am 16. April 2021 in München, laut Medienberichten vermutlich an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs.

War Brigitte Beckenbauer bei Franz Beckenbauers Tod noch mit ihm verheiratet?

Nein. Die Ehe wurde 1990 geschieden. Franz Beckenbauer war bei seinem Tod 2024 mit seiner dritten Ehefrau Heidi verheiratet, Brigitte war zu diesem Zeitpunkt bereits drei Jahre tot.

Wo ist Brigitte Beckenbauer begraben?

Auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München, im selben Friedhof wie ihr Sohn Stephan.


Quellen: Abendzeitung München, Abendzeitung München: Biografie-Serie, t-online, web.de

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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