Neshe Demir kehrt 2026 bei SOKO Köln zurück

Neshe Demir ist 2026 in einer neuen Episode von SOKO Köln zu sehen, kurz nachdem sie in der Netflix Serie Cassandra eine außer Kontrolle geratene Haus KI überstehen musste. Davor stand sie als Kräuterfrau in einem ARD Weihnachtsmärchen vor der Kamera. Wer ihren Namen zum ersten Mal liest, hat wahrscheinlich schon eine ihrer Rollen gesehen, ohne es zu wissen.



Wer ist Neshe Demir?

Geboren wurde sie 1978 in Kempten im Allgäu. Sie hat deutsche und türkische Wurzeln, spricht beide Sprachen fließend und dazu Englisch. Ihre Schauspielausbildung machte sie zwischen 1997 und 2000 am Schauspielstudio Gmelin in München, bevor erste Theater und Fernsehrollen folgten.

Von 2005 bis 2012 studierte sie zusätzlich Regie und Dramaturgie an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihr Abschlussfilm war die Dokumentation Shanghai Crab über die Wanderung der chinesischen Wollhandkrabbe durch Norddeutschland. Im Gespräch mit Report K sagte sie 2021, sie lebe seit zwölf Jahren in Köln, was auf einen Umzug um das Jahr 2009 schließen lässt, die Stadt ist damit inzwischen seit rund 17 Jahren ihr Zuhause.

Über ihre Wahlheimat sagte sie damals, Köln sei eine offene und freie Stadt geworden, in der viele Kulturen im Alltag friedlich zusammenleben, auch wenn sie mit dem Kölner Karneval selbst wenig anfangen könne.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

KategorieAngabe
Geburtsjahr1978
GeburtsortKempten (Allgäu)
WohnortKöln
BerufSchauspielerin, Filmproduzentin
SprachenDeutsch, Türkisch, Englisch
SchauspielausbildungSchauspielstudio Gmelin, München (1997–2000)
StudiumRegie und Dramaturgie, Kunsthochschule für Medien Köln (2005–2012)
Aktuelle RolleSOKO Köln, Folge Scherben bringen Unglück (2026)
AuszeichnungNominierung Bayerischer Fernsehpreis, 2019

Die Jahre hinter der Kamera

2017 spielte sie die Hauptrolle der Sehra Balta im ARD Fernsehfilm Das deutsche Kind, an der Seite von Murathan Muslu. Dafür wurde sie 2019 für den Bayerischen Fernsehpreis als beste Schauspielerin nominiert. Der Film selbst gehörte außerdem zu den nominierten Produktionen beim Grimme Preis, einem der bekanntesten deutschen Fernsehpreise.

Direkt danach ging sie hinter die Kamera. Von 2018 bis 2022 arbeitete sie als Produzentin bei den MMC Studios in Köln und war unter anderem an der internationalen Produktion Inside mit Willem Dafoe beteiligt. Vier Jahre lang stand sie damit kaum selbst vor der Kamera.

Neue Rollen, neue Genres

Als sie 2021 zurückkehrte, wählte sie eine Rolle, die wenig mit ihrem bisherigen Bekanntheitsgrad zu tun hatte. Im ARD Weihnachtsmärchen Der Geist im Glas spielte sie die Kräuterfrau Eda, im Originalmärchen eigentlich eine Hexe. Dem Kölner Journalisten Stephan Eppinger von Report K erzählte sie, warum sie die Figur stattdessen als Schamanin anlegte, die ihre Angst vor eigenen Fehlern überwinden muss, und sagte über den Wert von Märchen: „Märchen sind sehr wichtig, da sie komplexe Dinge einfach und verständlich erzählen können.“

Zu den Dreharbeiten erzählte sie außerdem, dass sehr viele Kulturen und Nationen beteiligt gewesen seien, auch bei den Komparsen, und dass diese Vielfalt dem Märchenfilm gutgetan habe. Für sie fühlten sich die Dreharbeiten dadurch an wie ein Spaziergang über einen bunten Jahrmarkt.

Seitdem wechselte sie zwischen völlig unterschiedlichen Formaten. Als Tierärztin Dr. Elif Sahin war sie mehrere Staffeln in der ZDF Serie Tierärztin Dr. Mertens zu sehen, bis ihre Figur 2025 wegen einer Medikamentenabhängigkeit ausschied, wie Joyn berichtete. 2024 spielte sie im Dortmunder Tatort Cash die Figur Dilara Celik, eine Frau, die nach einem Mord in ihrem Umfeld selbst unter Verdacht gerät.

2025 folgte die Rolle der Kathleen in der Netflix Serie Cassandra, in der ein altes Smart Home die Kontrolle über eine Familie übernimmt. In den Rosenheim Cops geriet sie kurz darauf als Bettina Krone erneut unter Mordverdacht, diesmal wegen des Todes ihres eigenen Mannes. Innerhalb von fünf Jahren spielte sie damit eine Märchenschamanin, eine Tierärztin mit Suchtproblem, zwei Tatverdächtige in unterschiedlichen Krimiserien und die Schwester in einem Science Fiction Thriller, bevor 2026 ihre aktuelle Episodenrolle bei SOKO Köln folgte.

Warum ihr Privatleben kaum bekannt ist

Über ihr Privatleben ist wenig öffentlich dokumentiert. Interviews und Auftritte drehen sich fast ausschließlich um ihre Arbeit vor und hinter der Kamera. Angaben zu Partnerschaft oder Familie hat sie bisher nicht geteilt.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist Neshe Demir?

Eine deutsche Schauspielerin und Filmproduzentin mit türkischen Wurzeln, bekannt für Rollen in Das deutsche Kind, Tierärztin Dr. Mertens und der Netflix Serie Cassandra.

Wo wurde sie geboren?

1978 in Kempten im Allgäu, seit vielen Jahren lebt sie in Köln.

In welcher aktuellen Produktion ist sie zu sehen?

2026 in einer Folge von SOKO Köln, zuvor unter anderem in Cassandra, im Dortmunder Tatort und in den Rosenheim Cops.

Hat sie schon einen Preis gewonnen?

Sie wurde 2019 für den Bayerischen Fernsehpreis als beste Schauspielerin nominiert, ein Sieg ist bislang nicht dokumentiert.

Arbeitet sie auch als Produzentin?

Ja, von 2018 bis 2022 war sie bei den MMC Studios in Köln als Produzentin tätig, unter anderem an der Produktion Inside mit Willem Dafoe.

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

Weitere Artikel

Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Meistgelesen