Judith Sutter: Warum sie ihren eigenen Mann vertritt

Judith Sutter arbeitet seit den neunziger Jahren im deutschen Filmgeschäft und ist heute Schauspielagentin bei Sutter Management in Unterföhring. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Ehe mit dem Schauspieler Martin Feifel, den sie seit 1996 kennt. Auf der aktuellen Webseite der Agentur ist Feifel inzwischen selbst als einer ihrer vertretenen Schauspieler gelistet, eine Konstellation, die er 2008 in einem Interview noch ausdrücklich vermeiden wollte.



Die wichtigsten Fakten im Überblick

KategorieInformation
BerufSchauspielagentin, früher Produktions und Locationmanagerin
AgenturSutter Management, Unterföhring bei München
KolleginChristine Post
EhemannMartin Feifel, Schauspieler
Verheiratet seit2016
Kennengelernt1996 am Set von Dr. Knock
Geburtsdatumöffentlich nicht dokumentiert
Interviewskeine bekannten persönlichen Interviews

Sutter hat selbst nie ein Interview gegeben. Was über sie öffentlich bekannt ist, stammt aus Aussagen ihres Mannes und aus Branchenverzeichnissen wie Crew United und der Internet Movie Database. Dort wird sie als Produktionsmanagerin geführt, mit Credits unter anderem bei Brüder auf Leben und Tod und Der Skorpion.

Wie sich Judith Sutter und Martin Feifel kennenlernten

Die beiden trafen sich 1996 bei den Dreharbeiten zum Fernsehfilm Dr. Knock. Sutter arbeitete dort als Locationmanagerin, Feifel spielte eine der Hauptrollen. Der Film lief im Dezember 1997 auf ARD und arte, produziert von Bayerischem Rundfunk und ORF.

Kurz danach wechselte sie innerhalb der Filmbranche vom Produktionsbereich ins Talentmanagement. Ihre letzten dokumentierten Produktionscredits auf IMDb stammen aus genau dieser Zeit der neunziger Jahre.

Die Grenze von 2008

2008 sprach Martin Feifel mit der Westdeutschen Zeitung über sein Privatleben. Auf die Frage nach der beruflichen Rolle seiner Partnerin antwortete er knapp.

„So was sollte man schön sauber auseinander halten.“

Judith Sutter war damals seine Lebensgefährtin, aber nicht seine Agentin. Die beiden waren zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Jahre ein Paar und arbeiteten bewusst getrennt.

Eine stille Hochzeit

Sutter und Feifel heirateten 2016, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfuhr. Erst ein Jahr später sprach er in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung offen darüber.

„Wir haben letztes Jahr geheiratet, aber das nicht weiterverbreitet. Jetzt bekommt sie die Witwenrente, wenn ich mal das Zeitliche segne. Ein Tränchen im Auge hatte ich aber auch, als dann die Ansprache kam.“

Auch die deutsche Wikipedia nennt 2016 als Heiratsjahr. Zwischen dem Kennenlernen am Filmset und der Hochzeit lagen damit zwanzig Jahre.

Warum sie heute seine Agentin ist

Die Grenze, die Feifel 2008 noch verteidigte, existiert inzwischen nicht mehr. Auf der aktuellen Webseite von Sutter Management wird er als einer der vertretenen Schauspieler geführt, neben Namen wie Ulrich Blöcher und Jennifer Buschmann. Auch sein eigener Eintrag bei Crew United nennt Judith Sutter Management als seine Agentur, unabhängig von der Auflistung auf der Agenturseite selbst.

Feifel gehört mit mehr als 140 Rollen zu den meistbeschäftigten Charakterdarstellern des deutschen Fernsehens, darunter zahlreiche Episodenrollen im Tatort. Dass ausgerechnet seine Frau die Verträge für eine so umfangreiche Karriere verhandelt, ist der auffälligste Unterschied zur Aussage von 2008. Sutter und ihre Kollegin Christine Post teilen sich dabei den restlichen Klientenstamm der Agentur, jede betreut ihre eigenen Schauspieler direkt.

2022 sprach Feifel im Interview mit t-online über die wirtschaftliche Seite der Partnerschaft während der Corona Pandemie.

„Es funktioniert nur noch bei mir, weil meine Frau auch verdient.“

Das Magazin hielt fest, dass er zu diesem Zeitpunkt seit 25 Jahren mit ihr zusammen war. Warum sich die strikte Trennung von Arbeit und Privatleben über die Jahre aufgelöst hat, wurde öffentlich nie erklärt.

Seltene Auftritte in der Öffentlichkeit

Auch wenn Judith Sutter keine Interviews gibt, wurde sie mindestens einmal offiziell an der Seite von Martin Feifel fotografiert. Bei der Verleihung des Adolf Grimme Preises 2010 in Marl, den Feifel für seine Rolle in Kommissar Süden und der Luftgitarrist erhielt, war sie als Begleitung anwesend. Bildagenturen wie Getty Images und IMAGO dokumentieren diesen Auftritt bis heute.

Ein weiterer öffentlicher Auftritt dieser Art ist aus den verfügbaren Quellen nicht bekannt.

Häufige Fragen

Ist sie die Agentin von Martin Feifel?

Ja. Aktuelle Branchenverzeichnisse und die Webseite von Sutter Management führen ihn als einen der von ihr vertretenen Schauspieler.

Seit wann sind Judith Sutter und Martin Feifel verheiratet?

Sie haben 2016 geheiratet, ohne eine öffentliche Ankündigung. Feifel bestätigte die Hochzeit erst ein Jahr später in einem Interview.

Wo haben sich die beiden kennengelernt?

Sie lernten sich 1996 bei den Dreharbeiten zum Fernsehfilm Dr. Knock kennen, bei dem Sutter als Locationmanagerin arbeitete.

Was hat Judith Sutter beruflich gemacht, bevor sie Agentin wurde?

Sie war in den neunziger Jahren als Produktions und Locationmanagerin bei deutschen Fernsehproduktionen tätig, dokumentiert unter anderem bei Brüder auf Leben und Tod.

Gibt es Interviews mit ihr?

Nein. Öffentlich bekannte Informationen über Judith Sutter stammen ausschließlich aus Aussagen ihres Mannes und aus Branchendatenbanken.

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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