Maurice Pawlewski startet 2026 mit „Billie“ im Kino

Maurice Pawlewski beginnt seine Fernsehkarriere im September 2019 mit einer Nebenrolle in einer RTL-Vorabendserie. Im Jahr darauf steht er auf einer Hamburger Theaterbühne und spielt Jürgen Bartsch, einen der bekanntesten Kindermörder der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zwischen diesen beiden Rollen liegt die tägliche Serie, einer Ausbildungsform, der in der Branche selten ernsthafte Schauspielkunst zugetraut wird.

Am 13. November 2019 tritt Pawlewski als Sandro Hemmer zum letzten Mal in „Unter uns“ auf, seine Figur wird von Rivale Till Weigel aus der Schillerallee 10 verbannt. „Die Zeit bei ‚Unter uns‘ war wunderbar“, sagt Pawlewski damals zum Abschied gegenüber dem Unter-uns-Fanclub. Fast sieben Jahre später, im September 2026, läuft mit „Billie“ sein bislang sichtbarster Kinofilm an.



Steckbrief: Die wichtigsten Fakten zu Maurice Pawlewski

AngabeInformation
NameMaurice Pawlewski
Geboren10. August 1998 in Münster
WohnortHamburg
BerufSchauspieler, Schauspiel-Dozent
AusbildungFreie Schauspielschule Hamburg (2017 bis 2020)
Bekannt ausUnter uns, Alles was zählt, Rote Rosen, Billie
Größe183 cm
SprachenDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch

Der Einstieg in einer RTL-Serie

Pawlewski wächst mit einem älteren und einem jüngeren Bruder auf. Nach dem Abitur bewirbt er sich an mehreren Schauspielschulen und entscheidet sich für die Freie Schauspielschule Hamburg. Noch während der Ausbildung, im fünften Semester, bekommt er seine erste Fernsehrolle: den Fußball-Nachwuchsspieler Sandro Hemmer bei „Unter uns“. Von September bis November 2019 gehört er zur Serie, seine Schule stellt ihn dafür frei. „Ich bin ein witziges Kerlchen“, beschreibt sich Pawlewski selbst in einem Interview mit dem TV-Portal Wunschliste kurz nach seinem Einstieg.

Der täglichen Serie wird in der Branche oft wenig Tiefe zugetraut, weil die Drehtage eng getaktet sind und kaum Zeit für Feinarbeit bleibt. Direkt nach dem Ausstieg bei „Unter uns“ dreht Pawlewski seinen ersten Kinofilm, „Die Wiederkehr – Sem Dhul“, und übernimmt eine Rolle in der Serie „Four More“.

Vom Nachwuchsspieler zum Kindermörder

2020 castet das Junge Theater Hamburg Pawlewski für die Titelrolle in „Jürgen Bartsch – Selbstbildnis eines Kindermörders“. Bartsch wurde in den 1960er Jahren wegen der Tötung mehrerer Jungen verurteilt, sein Fall zählt bis heute zu den meistdiskutierten der bundesdeutschen Kriminalgeschichte. Innerhalb eines Jahres wechselt Pawlewski damit von einem Fußballinternat-Schüler mit Liebesgeschichte zu einer der belastendsten Figuren, die das deutsche Theater zu bieten hat. Im selben Jahr folgen zwei weitere Produktionen am Jungen Theater Hamburg, „Das Fest“ und „Don Carlos“.

2021 kehrt Pawlewski ins Fernsehen zurück, als Marc Giese in der RTL-Serie „Alles was zählt“, nach Angaben von IMDb in acht Folgen.

Die Rote-Rosen-Jahre

Von März 2023 bis November 2024 spielt Pawlewski in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ den ehemaligen Strafgefangenen Marvin Köpke, in über 300 Folgen. Es ist seine bislang längste durchgehende Rolle, fast zwei Jahre im täglichen Sendebetrieb einer öffentlich-rechtlichen Produktion. Laut dem Rote-Rosen-Fanwiki war er zunächst für eine andere Figur im Gespräch, für Finn Schmidt, bevor daraus die Rolle des Marvin Köpke wurde.

Schauspieler und Dozent zugleich

Parallel zu den Dreharbeiten an „Rote Rosen“ begann Pawlewski, an der Freien Schauspielschule Hamburg zu unterrichten, an genau der Schule, an der er selbst ausgebildet wurde. Die Doppelrolle als Schauspieler und Dozent setzt sich bis heute fort, während mit „Billie“ gleichzeitig sein bislang größter Kinofilm ansteht.

„Billie“: Kinostart im September 2026

Sein bislang sichtbarster Kinofilm ist „Billie“, ein Spielfilm von Regisseurin Sheri Hagen, gedreht in Hamburg. Es ist ihr dritter Spielfilm, produziert über die eigene Firma Equality Film GmbH. Zwei befreundete Frauen werden bei einem Bankbesuch versehentlich für Bankräuberinnen gehalten, ein Ausgangspunkt, hinter dem sich auch das ernste Thema häusliche Gewalt verbirgt.

Eckdaten zum Film:

  • Weltpremiere: 26. September 2025 beim Filmfest Hamburg
  • Deutscher Kinostart: 17. September 2026
  • Auszeichnung: Bester Spielfilm beim Pan African Film Festival
  • Weitere Stationen: Filmfest FrauenWelten, Max Ophüls Preis in Saarbrücken
  • Produktion: Equality Film GmbH, gefördert unter anderem von der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Die Hauptrollen tragen Ruby Commey, Thelma Buabeng und Joy Ewulu, Pawlewski ist Teil des Ensembles.

Häufige Fragen zu Maurice Pawlewski

Wer ist Maurice Pawlewski?

Ein deutscher Schauspieler, geboren am 10. August 1998 in Münster, ausgebildet an der Freien Schauspielschule Hamburg.

Welche Serien kennt man von Maurice Pawlewski?

„Unter uns“ und „Alles was zählt“ bei RTL sowie „Rote Rosen“ bei der ARD, seine bislang längste Rolle.

Was macht Maurice Pawlewski aktuell?

Er unterrichtet an seiner früheren Schauspielschule in Hamburg und ist im Kinofilm „Billie“ zu sehen, der im September 2026 startet.

Wann kommt „Billie“ mit Maurice Pawlewski ins Kino?

Der deutsche Kinostart ist für den 17. September 2026 angesetzt, nach der Weltpremiere beim Filmfest Hamburg im September 2025.

Was als Nächstes kommt

Ob sich das an der Kinokasse niederschlägt, zeigt sich erst nach dem Kinostart am 17. September. Der Weg dorthin führte über eine tägliche Serie, ein Theaterstück über einen realen Kriminalfall und eine ARD-Telenovela mit mehreren hundert Folgen, verteilt auf sieben Jahre vor seinem bislang größten Kinoauftritt.


Quellen: Wikipedia, filmportal.de, Barnsteiner Film, Equality Film, Unter-uns-Fanclub

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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