Aron Strobel widerspricht der eigenen Gründungsgeschichte der Münchener Freiheit

Aron Strobel benennt seine Gitarren nicht. Er stimmt sie. E, G, C, insgesamt fünf Stück, verstaut im Kofferraum, bevor der nächste Auftritt beginnt. Für den Gitarristen der Münchener Freiheit ist das schlicht Handwerkszeug, kein Grund für große Geschichten.

Nur bei einer einzigen Angabe wird Strobel im Gespräch auffällig vage: bei dem Jahr, seit dem er offiziell als Gründungsmitglied seiner eigenen Band gilt.



Die wichtigsten Fakten im Überblick

Geboren wurde er am 26. Januar 1958 in Bargau, einem Ortsteil von Schwäbisch Gmünd. Mit 1,92 Metern Körpergröße und grünen Augen ist er auf der Bühne kaum zu übersehen, auch wenn Frontmann Tim Wilhelm die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht.

AngabeDetails
Geburtsdatum26. Januar 1958
GeburtsortBargau, Schwäbisch Gmünd
SternzeichenWassermann
Größe1,92 Meter
InstrumentGitarre
BandMünchener Freiheit
WohnortRegion Schrobenhausen, Bayern

Die offizielle Version: Gründung im Oktober 1980

Am 4. Oktober 1980 sitzt Stefan Zauner im Café „Münchener Freiheit“ in München-Schwabing und gründet dort eine neue Band, benannt nach dem Platz vor der Tür. In den Bandbiografien von Universal Music und Crocodile Music sowie in aktuellen Presseberichten wird Strobel als gleichberechtigter Mitgründer an diesem Tag genannt, wie unter anderem t-online schreibt.

Was Strobel selbst über seinen Einstieg sagt

In einem Interview mit dem Magazin GO FOR MORE erzählt er die Geschichte anders. Auf die Frage, wie er zur Band kam, antwortet er knapp: „1981 habe ich den Stefan Zauner kennengelernt.“ Zauner habe die Band, führt er im selben Gespräch weiter aus, da bereits ein Jahr zuvor allein gegründet, wie im Originalinterview nachzulesen ist.

Nach dieser Darstellung war Strobel am Gründungstag im Café Münchener Freiheit gar nicht anwesend. Er kam erst später dazu, zu einem Zeitpunkt, an dem die Band bereits existierte. Aufgegriffen hat diesen Widerspruch zwischen offizieller Erzählung und eigener Erinnerung bislang keine der Quellen, die ihn seit Jahrzehnten als Gründungsmitglied führen.

Vom Studienabbruch zur Bühne

Bevor er nach München kam, wollte Strobel dort Soziologie studieren. Das Vorhaben hielt nicht lange, das Nachtleben in Schwabing und die Musik waren stärker.

Ende der Siebzigerjahre gründete er die Band Callgirl, die im Münchner Rigan-Club für Aufsehen sorgte. Die Begegnung mit Zauner änderte danach alles, seither ist er Berufsmusiker.

Die größten Hits der Münchener Freiheit

Mit Strobel als Gitarrist und Mitkomponist sammelte die Band über die Jahrzehnte eine Reihe von Hits und Auszeichnungen:

  • „Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“, der Song, der den Durchbruch brachte
  • „Tausendmal Du“ und „Solang man Träume noch leben kann“, bis heute Radioklassiker
  • Der Auftritt mit dem Album „Herzschlag ist der Takt“ in der ZDF-Hitparade bei Dieter Thomas Heck, damals ein wichtiger Moment für die junge Band
  • Vier Studioalben mit Goldstatus in Deutschland: Traumziel, Fantasie, Purpurmond und Liebe auf den ersten Blick
  • 1987 der internationale Erfolg mit dem englischsprachigen Album Romancing in the Dark, das in Norwegen, Frankreich und den Niederlanden Chartplatzierungen erreichte

Privat: Oldtimer, ein Hund und keine Pläne fürs Aufhören

Abseits der Bühne pflegt Strobel Hobbys, die zu seinem nüchternen Auftreten passen. Er besitzt fünf Oldtimer, darunter einen dunkelblauen Jaguar E-Type Baujahr 1964, seinen erklärten Favoriten.

Sein einziger Sport ist ein Spaziergang mit seinem Hund Bolle durch den Wald, wie er im GO FOR MORE Interview beschreibt. Mit 62 Jahren sagte er der Gmünder Tagespost, Ruhestand komme für ihn nicht infrage.

Über seinen Sohn Laurenz, der eher zu einem Studium der Betriebswirtschaft als zur Musik neigt, sagte Strobel im selben Gespräch: „Kinder müssen ja auch nicht immer in die Fußstapfen der Eltern treten.“

Die Band im Umbruch: Was sich zuletzt verändert hat

Um Strobel herum hat sich in den vergangenen zwei Jahren einiges verändert. Anfang 2024 fiel er selbst für eine Zeit lang aus der Band aus, wie das Musikmagazin Schlagerpuls berichtete, ohne dass die Gründe öffentlich genannt wurden.

Im Januar 2026 verkündete Schlagzeuger Rennie Hatzke seinen Ausstieg aus gesundheitlichen Gründen, nach mehr als vier Jahrzehnten am Schlagzeug. Seinen Platz übernahm Saša Marić, der die Band bereits seit Mai 2025 unterstützt hatte, berichtet die Abendzeitung München.

2025 feierte die Münchener Freiheit ihr 45-jähriges Bestehen mit der Konzertreihe „Unterwegs 2025″, wie die Schwäbische Zeitung im Gespräch mit Bassist Michael Kunzi dokumentierte. Am 10. September 2026 spielt die Band im Grazer Stefaniensaal, eines der nächsten Konzerte auf dem aktuellen Tourplan.

Häufig gestellte Fragen zu Aron Strobel

Wie alt ist Aron Strobel?

Er wurde am 26. Januar 1958 geboren und ist damit 68 Jahre alt.

Ist Aron Strobel noch Mitglied der Münchener Freiheit?

Ja. Er spielt weiterhin regelmäßig Gitarre bei der Band und tritt auch 2026 auf mehreren Konzerten auf.

Seit wann ist Aron Strobel bei der Münchener Freiheit?

Offiziell gilt er seit der Bandgründung 1980 als Mitglied. In einem Interview hat er selbst allerdings angegeben, Stefan Zauner erst 1981 kennengelernt zu haben, ein Jahr nach der eigentlichen Gründung.

Wo lebt Aron Strobel heute?

Nach eigenen Angaben lebt er nicht in München, sondern in einem kleinen Haus in der Region Schrobenhausen.

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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