Isabella Vitkovic: Falcos Frau & der offene Vaterschaftstest

Im Sommer 1985 lernt eine junge Frau aus Graz den späteren Weltstar Falco kennen. Drei Jahre später ist sie seine Frau, kaum ein Jahr danach schon geschieden. Geblieben ist eine Frage, die sich technisch längst klären ließe und es bis heute nicht wurde.

Isabella Vitkovic steht im Sommer 1985 in Graz-Liebenau im Publikum, als im Vorprogramm der Band Opus ein noch unbekannter Falco auftritt — kurz vor seinem internationalen Durchbruch mit „Rock Me Amadeus“. An diesem Abend beginnt eine Beziehung, aus der binnen drei Jahren eine Tochter, eine heimliche Hochzeit in Los Angeles und schließlich ein Vaterschaftstest werden, dessen Folgen eine ganze Familie bis heute beschäftigen.

Wie Isabella Vitkovic heimlich in Los Angeles heiratete

Am 13. März 1986 kommt Tochter Katharina Bianca zur Welt. Zwei Jahre später, am 17. Juni 1988, heiraten Falco und Isabella Vitkovic in Los Angeles. Die Hochzeit findet ohne Presse statt, wie das Musikmagazin Schlagerplanet rekonstruiert. Im selben Sommer erscheint die Single „Wiener Blut“, und im offiziellen Musikvideo dazu treten seine echte Frau und Tochter auf. Bei IMDb steht es bis heute so im Abspann: Isabella Vitkovic als „Falco’s Wife“, die kleine Katharina als „Falco’s Daughter“. Das dürfte auch der Ursprung der bis heute kursierenden Behauptung sein, Isabella Vitkovic sei Schauspielerin gewesen. Von einer eigenständigen Schauspielkarriere kann dabei keine Rede sein, es ist der einzige dokumentierte Auftritt, den es von ihr überhaupt gibt.

Lange hält die Ehe nicht. Nach 309 Tagen ist sie vorbei, die Trennung erfolgt einvernehmlich.

JahrEreignis
1985Isabella Vitkovic und Falco lernen sich bei einem Konzert in Graz kennen
1986Tochter Katharina Bianca wird am 13. März geboren
1988Heimliche Hochzeit am 17. Juni in Los Angeles
1989Scheidung nach 309 Tagen Ehe
1993Vaterschaftstest, Falco ist nicht der biologische Vater
1997Katharina lässt ihren Namen offiziell auf Vitkovic ändern
1998Falco stirbt am 6. Februar bei einem Autounfall
2008Katharinas Buch „Falco war mein Vater“ erscheint

Ein Test, der aus einer Trotzreaktion entstand

1993 lässt Falco einen Vaterschaftstest durchführen. Katharina ist sieben Jahre alt, das Ergebnis ist eindeutig: Falco ist nicht ihr biologischer Vater. Den Auslöser dafür hat Katharina selbst Jahre später in einem seltenen Interview mit FALCO.NET geschildert. Ihre Mutter habe damals einen neuen Partner gehabt, und Falco habe nicht gewollt, dass sie geht: „Meine Mutter hatte damals einen neuen Freund und Papa wollte nicht, dass sie geht.“ Sie selbst nennt es im selben Gespräch eine Trotzreaktion, keine echte Anfechtung.

Die Konsequenzen waren trotzdem real:

  • Falco änderte sein Testament. Katharina war zuvor Alleinerbin, danach komplett gestrichen.
  • Er machte das Testergebnis öffentlich, was Katharina ihm rückblickend vorwirft.
  • In der Schule wurde sie als Kuckuckskind verspottet.
  • 1997 ließ sie ihren Nachnamen offiziell von Hölzel auf Vitkovic ändern.

Telefonisch blieb der Kontakt trotzdem bestehen, etwa zweimal pro Woche, bis zu Falcos Tod am 6. Februar 1998.

Nur ein Bluttest, kein Papier in der Hand

Was diesen Test von einer heutigen DNA-Analyse unterscheidet, geht in den meisten Darstellungen unter. Es war, in Katharinas eigenen Worten gegenüber Kosmo, ein reiner Bluttest. Ein schriftliches Resultat haben laut Katharina weder sie noch ihre Mutter je gesehen.

„Das war damals ein reiner Bluttest. Das Ergebnis erfuhren wir über einen Notar.“

Ein moderner Gentest wäre seit Jahrzehnten für wenig Geld und ohne großen Aufwand möglich. Katharina selbst sagt, sie könne sich vorstellen, ihn nachholen zu lassen, sobald sie sich emotional stabil genug dafür fühle. Diese Aussage ist inzwischen Jahre alt. Passiert ist seither, soweit öffentlich bekannt, nichts.

Was von Isabella Vitkovic bleibt

Isabella Vitkovic selbst hat öffentlich nie ein eigenständiges Interview gegeben. Ihr Geburtsdatum ist nirgends öffentlich verzeichnet, dokumentiert ist allein ihre Herkunft aus Graz. Was sonst über sie bekannt ist, kommt fast ausschließlich über Falcos Biografie oder über die Erzählungen ihrer Tochter. Eine Ausnahme bildet das Buch „Falco war mein Vater“ aus dem Jahr 2008: Laut Vienna.at, das damals über die Veröffentlichung berichtete, kommt darin auch Isabella selbst zu Wort, mit eigenen Erinnerungen an ihren ehemaligen Ehemann. Mehr an direkter eigener Stimme gibt es von ihr bis heute nicht. Wo sie aktuell lebt oder was sie macht, ist ebenfalls nicht dokumentiert.

Geklärt werden könnte die Frage nach der Vaterschaft mit einem einzigen, unkomplizierten Test, den es seit Jahrzehnten gäbe und den bis heute niemand gemacht hat.

Häufig gestellte Fragen

Ist Falco der biologische Vater von Katharina Vitkovic?

Nein. Ein Bluttest aus dem Jahr 1993 ergab ein eindeutiges Resultat: Falco ist nicht der biologische Vater seiner Tochter Katharina. Ein schriftliches Ergebnis haben laut Katharina weder sie noch ihre Mutter je gesehen, sie erfuhren davon über einen Notar.

Wurde der Vaterschaftstest seit 1993 jemals wiederholt?

Nein, bislang nicht. Ein moderner Gentest wäre seit Jahrzehnten ohne großen Aufwand möglich. Katharina sprach davon, einen solchen Test irgendwann nachholen zu lassen, sobald sie sich emotional dazu bereit fühlt. Öffentlich bekannt ist seither nichts dazu.

Wie lange waren Falco und Isabella Vitkovic verheiratet?

Die Ehe dauerte 309 Tage. Geheiratet wurde am 17. Juni 1988 in Los Angeles, ohne Presse. Die Scheidung erfolgte 1989, einvernehmlich.

War Isabella Vitkovic Schauspielerin?

Dafür gibt es keinen Beleg. Sie tritt im Musikvideo zu „Wiener Blut“ auf und wird im Abspann bei IMDb als „Falco’s Wife“ gelistet. Ein eigenständiges schauspielerisches Engagement gab es nie, dieser eine Auftritt bleibt der einzige.

Hat Isabella Vitkovic selbst je ein Interview gegeben?

Ein eigenständiges Interview ist nicht bekannt. Eine Ausnahme bildet das Buch „Falco war mein Vater“ von Katharina aus dem Jahr 2008. Laut Vienna.at kommt darin auch Isabella selbst mit eigenen Erinnerungen an ihren ehemaligen Ehemann zu Wort.

Daniela Seiler
Daniela Seilerhttps://apexmagazin.de/
Ich bin Daniela Seiler, Journalistin aus Holtland in Niedersachsen und Gründerin von Apex Magazin. Ich habe Journalismus studiert und danach vier Jahre in lokalen Verlagen gearbeitet, wo ich gelernt habe, dass Berichterstattung dann am stärksten ist, wenn man ihr nicht ausweicht, egal wie unbequem oder komplex das Thema ist. In dieser Zeit habe ich über ein breites Spektrum berichtet: Sportereignisse und Spielerporträts, nationale und internationale Nachrichten, gesellschaftliche Brennpunkte, Prominente und ihre Geschichten, Beziehungen und Hintergründe, Unterhaltung, Technologie, Gaming, Automobil, Wirtschaft und die Trendthemen, die Deutschland gerade wirklich beschäftigen. Kein Ressort war für mich jemals Pflichtprogramm. Ich habe mich für alle interessiert. Am 13. Mai 2026 habe ich Apex Magazin gegründet, weil ich ein Magazin aufbauen wollte, das keine künstlichen Grenzen zwischen Themen zieht und seinem Publikum gegenüber in jeder Zeile ehrlich bleibt. Hier schreibe ich selbst, jeden Tag, gemeinsam mit einem Team aus Redakteuren, Rechercheurinnen und Fachautoren, die denselben Anspruch teilen.

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